Paul-Spiegel-Preis




Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage
Erstmalig verlieh der Zentralrat der Juden in Deutschland 2009 den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage. Mit diesem Preis erinnert der Zentralrat der Juden an seinen früheren Präsidenten, Dr. h.c. Paul Spiegel sel. A. und dessen unermüdliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
Gleichzeitig wird mit diesem Preis an eine starke Bürgergesellschaft, ohne die eine stabile und lebendige Demokratie nicht denkbar wäre, appelliert. Der Zentralrat der Juden in Deutschland will mit diesem Preis Menschen ehren, die sich im Sinne einer Bürgergesellschaft engagieren und Zivilcourage zeigen.
Verleihung des Paul-Spiegel-Preises 2025 an Karoline Preisler
Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrt im Jahr 2025 die Publizistin und Aktivistin Karoline Preisler mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage. Die feierliche Preisverleihung findet am Mittwoch, den 5. November 2025, um 19:00 Uhr im Humboldtcarré in Berlin-Mitte statt. Die Laudatio hält die Präsidentin des Deutschen Bundestags, Julia Klöckner.
Karoline Preisler wird für ihr herausragendes Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Islamismus ausgezeichnet. Als mutige Stimme in der öffentlichen Debatte setzt sie sich seit Jahren unermüdlich für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Ihr politisches Engagement ist von dem Mut geprägt, Extremisten auf öffentlichen Demonstrationen nicht das Feld zu überlassen. Sie stellt sich antisemitischen und israelfeindlichen Hetzern in den Weg, setzt sich für die Befreiung der Geiseln in Gaza ein und erinnert an die Gewaltverbrechen gegen Frauen vom 7. Oktober 2023. Das macht sie zu einer wichtigen Stimme der Zivilgesellschaft.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, würdigt die diesjährige Preisträgerin mit den Worten:
„Karoline Preisler steht wie kaum eine andere für Zivilcourage in unserer Zeit. In einer Gesellschaft, in der Hass auf Israel und antisemitische Ideologien zunehmend offen auftreten, braucht es Menschen wie sie – die nicht schweigen, sondern sich entschieden und öffentlich gegen demokratiefeindliche Entwicklungen stellen. Ihr Einsatz für die nach Gaza verschleppten Geiseln macht Mut. Sie ist ein Vorbild für uns alle.“
