Konferenzen & Seminare

Digitale Vortragsreihe

 

Mai – Dezember 2021

 

Was genau macht Magneto, Batwoman und Doctor Manhattan zu jüdischen Heldinnen und Helden? Wie leben nichtjüdische Minderheiten in Israel? Und warum ist die Beziehung zwischen dem Jiddischen und dem Hebräischen so schwierig? Unsere Vortragsreihe möchte diese Fragen beantworten – und dadurch das ganze Spektrum der Jüdischen Studien einem breiten Publikum näherbringen: Von der Hebräischen Bibel bis zur modernen israelischen Literatur und von der Kunstgeschichte bis zur jüdischen Mystik.

 

Die Vortragsreihe wird organisiert in Zusammenarbeit zwischen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

 

Die digitalen Vorträge sind auf dem YouTubeKanal des Zentralrats der Juden in Deutschland abrufbar:

 

https://www.youtube.com/user/ZentralratderJuden

 

2. – 5. September 2021

Frankfurt am Main

 

Im September 2021 organisiert die Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland in Kooperation mit der ZWST und der Jüdischen Studierendenunion (JSUD) das dritte „Jewish Women Empowerment Summit“.

 

Die Veranstaltung für junge jüdische Frauen zwischen 18 und 35 Jahren findet nach dem großen Erfolg zum dritten Mal statt. Sie bietet eine in Europa einzigartige Plattform für Bildung, Vernetzung, Befähigung und gesellschaftlichen Diskurs.

 

 

 

7. Oktober 2021

Fachtagung in Berlin

 

Am 9. Oktober 2021 jährt sich zum zweiten Mal der Anschlag auf die Synagoge von Halle. Den zweiten Jahrestag nehmen die Veranstalter zum Anlass im Rahmen einer Fachtagung der Frage nachzugehen, welche Bilder von Jüdinnen und Juden in der deutschen Öffentlichkeit bestehen. Welches Bild von jüdischem Leben in Deutschland wird in Filmen und Fernsehen bzw. in den sozialen Medien gezeichnet? Wie wird über Jüdinnen und Juden, über jüdisches Leben in Deutschland und über den Staat Israel berichtet? Wie setzen sich die Medien mit aktuellen Formen des Antisemitismus auseinander?

Sind es immer die anderen oder sind es die Medien selbst, die Stereotype transportieren und damit antisemitischen Haltungen Vorschub leisten? Undschließlich welches Bild von Jüdinnen und Juden begegnet uns in Museen? Geht es vornehmlich um Erinnerung oder auch um das jüdische Leben heute?

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus sowie der Initiative kulturelle Integration des Deutschen Kulturrats statt.

 

 

Die Fachtagung wird aus der W. Michael Blumenthal Akademie am 7. Oktober 2021 von 10:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 14:30 Uhr gestreamt.

 

https://www.youtube.com/watch?v=0JLhngrx4mM

 

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Geistes- und Kulturgeschichte von der Emanzipation bis zum Beginn des Nationalsozialismus

 

10. – 12.  Oktober 2021

Konferenz in Frankfurt am Main

 

Die Stadt Frankfurt nimmt in der deutsch-jüdischen

Geschichte einen einzigartigen Platz ein. In Frankfurt

bestand lange Zeit die größte jüdische Gemeinde

Deutschlands, und bis 1933 war die Stadt eines der

wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Deutschland

und in Europa. Ihre Geschichte wurde wie die wohl

keiner anderen Stadt in Deutschland geprägt durch ihre jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die einen wesentlichen Anteil daran hatten, dass Frankfurt zu einer der bedeutendsten kulturellen und wirtschaftlichen Metropolen Deutschlands wurde. Frankfurt war aber auch die erste Stadt in Deutschland, die Juden zwang, in einem Ghetto zu leben, und eine der letzten, die diesen Zwang aufhob. Von den etwa 30.000 Juden, die 1933 in Frankfurt lebten, haben nur etwas mehr als 100 den Nationalsozialismus in der Stadt überlebt. Tausende wurden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet, viele weitere mussten fliehen. Trotzdem hat sich die Frankfurter jüdische Gemeinde nach schwierigen Anfängen nach 1945 heute wieder zu einer der größten und lebendigsten in Deutschland entwickelt.

 

Die Konferenz widmet sich der Geschichte der Juden

in Frankfurt als herausragendes Beispiel und als zentraler Ort für die deutsche und die hessische jüdische Geschichte, für deren kulturelle, soziale und religiöse Entwicklung und für die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden. Sie untersucht, wie sich Frankfurt zu einer so bedeutenden jüdischen Stadt entwickelt hat, aber auch wie es zu einem Ort der Ausgrenzung und Verfolgung wurde, und sie diskutiert das Verhältnis der Frankfurter jüdischen Gemeinden zur Stadt Frankfurt und zu deren jüdischen und nichtjüdischen Bewohnern.

Sie fragt außerdem nach der Rolle Frankfurts für die

jüdische Geschichte Hessens und nach der Bedeutung der Stadt und ihrer jüdischen Gemeinden für die Gemeinden und für die Juden in der Region und darüber hinaus. Die Konferenz bringt dafür international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und präsentiert die neuesten Erkenntnisse der Forschung zur jüdischen Geistes- und Kulturgeschichte Frankfurts.

 

In Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt und dem Jüdischen Museum Frankfurt.

 

Aufgrund der Corona-Hygiene- und Abstandsvorschriften findet unsere Konferenz im Online-Format statt.

Die Konferenz, bei der die vorgesehenen Referenten und Referentinnen vor Ort anwesend sein werden, wird live aus dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main gestreamt.

 

Der Livestream der Konferenz ist unter folgendem Link abrufbar:

https://www.youtube.com/channel/UCLs02UuJNRdwi1Yb2lKXqww

 

Anschließend kann die Konferenz auf dem YouTubeKanal des Zentralrats der Juden in Deutschland angeschaut werden:

www.youtube.com/zentralratderjuden

 

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Traditionen des Gebens, Schenkens und Stiftens in Religion und Gesellschaft

 

27. - 29. Oktober 2021 

Konferenz in Frankfurt am Main

 

Das Geben und Stiften ist in Religion und Gesellschaft

von zentraler Bedeutung. Von der biblischen Stiftshütte über vielfältige Stiftungsaktivitäten bis hin zum Kiddusch zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch das jüdische Selbstverständnis. Notwendige Arbeit der jüdischen

Community, aber auch der Gesellschaft insgesamt wären gar nicht möglich und denkbar ohne das großzügige Spenden und Stiften von Einzelpersonen. Dies gilt für caritative Anliegen, Museen und Konzerthäuser, Umweltthemen sowie politische Zwecke. Das Geben und Stiften erfährt gegenwärtig einen regelrechten Boom. Die Tagung möchte Impulse aufnehmen aus den anhaltenden Debatten um die Gabe-Theorie, die Stiftungsinitiativen und das Fundraising insgesamt. Ist das Geben eine anthropologische Konstante? Welche Personen geben und stiften eigentlich? Welche Gesellschaftsauffassungen verbinden sich mit dem Geben, Schenken und Stiften? Welche sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse haben wir über die Gabe? Und welche spezifische Prägung bringt das Judentum in diese Diskussion ein? Auf dieser Tagung möchten wir religiösen, historischen, kulturanthropologischen und gesellschaftswissenschaftlichen Zugängen zur Gabe-Thematik nachgehen. Und wir möchten theoretische Einsichten mit einer stetig wachsenden Praxis in Beziehung setzen. In diesem Sinne richtet sich die Tagung an Gabe-Theoretiker*innen, Praktiker*innen aus den Bereichen Fundraising, Stiftungswesen und Philanthropie. Und an alle, die an einem Austausch zum Geben, Schenken oder Stiften interessiert sind.

 

In Kooperation mit der Fundraising Akademie, Frankfurt

 

Die Anmeldung zur Veranstaltung kann nach Erhalt der Einladung erfolgen.

 

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Zum Umgang mit judenfeindlichen Abbildungen

an historischen und religiösen Gebäuden

 

07. – 09. November 2021    

Konferenz in Berlin

 

Die Diskussion um die „Judensau“ an der Stadtkirche zu Wittenberg und andere antijüdische Bilder innerhalb und außerhalb von christlichen Kirchen werfen mehrere diskussionswürdige Aspekte zum Umgang mit judenfeindlichen bis antisemitischen kirchlichen Bildsprachen auf.

 

Nicht erst in der neueren Antisemitismusdebatte wird festgestellt, dass Antisemitismus mit einfachen pädagogischen Mitteln nicht beizukommen ist. Die Projektionsmechanismen wie auch die Abwehr von Ambivalenzen sind eingeschrieben als oder in Welterklärungsmuster. Wie gehen Kirchen prototypisch für die gesellschaftliche Debatte mit nicht einfach abnehmbaren Schuldsignaturen um? 

Die kunstgeschichtlichen Zeugen dieser grundlegenden antisemitischen Weltaneignungsformen sind Legion, darunter ist die „Judensau“ nur eine, „Ecclesia et Synagoga“ eine weitere, Darstellungen von Cranach zu Gesetz und Evangelium eine dritte neben vielen weiteren Varianten.

Können wir in der Rezeptionsgeschichte dieser Kunstwerke ihre nachhaltige Wirkung feststellen? Kann am Ort der Diskriminierung ein Gegenbild geschaffen werden?

Auf welchen Ebenen sind die fatalen Wirkweisen zu verändern?

Die Konferenz möchte diesen Fragen nachgehen und sich damit in die Debatte um den Umgang mit den Zeugnissen antijüdischer „Kunstwerke“ einmischen.

 

In Kooperation mit dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, und der Evangelischen Akademie zu Berlin.

 

Die Anmeldung zur Veranstaltung kann nach Erhalt der Einladung erfolgen.

Perspektiven des israelischen Gegenwartsfilms

 

14. - 16. November 2021

Filmtagung in Frankfurt am Main

 

Israelische Filme geben Einblick in die sozialen, kulturellen, religiösen und politischen Lebens- und Gefühlslagen der israelischen Gesellschaft. Alltägliche Konflikte, ethnische Spannungen und generationenübergreifende Traumata spielen in den vielfältigen und sensibel verarbeiteten Themen ebenso eine Rolle wie die Beziehungen zwischen Israels und Palästinensern. Die auf dem Seminar gezeigten Filme eröffnen einen Zugang zu einer dynamischen Gesellschaft, der es gelingt, ihre liebevoll filmisch zu reflektieren.

 

In Kooperation mit dem Jüdischen Studienwerk ELES

Narrativ - Zeugnis – Erinnerung

 

24. – 26. November 2021

Filmseminar in Wiesbaden

 

Filme eröffnen nicht nur Perspektiven auf unsere Welt und die jeweiligen Gesellschaften, sondern schaffen eine eigene Welt. In ihr sind Zeit und Gedächtnis zentrale Kategorien. Damit hat sich die Filmtheorie schon früh befasst. Der scheinbar selbstverständliche lineare Verlauf von Zeit, die objektive Wirklichkeit und die Trennung von Gegenwart und Vergangenheit können im bewegten Bild hinterfragt werden.

 

Vielleicht liegt es daran, dass viele Filme Zeit und Gedächtnis auch explizit thematisieren – sei es, dass Gedächtnisverlust als narrativer Motor auftaucht oder als realistische Thematisierung von Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz; vergrabene Erinnerungen plötzlich zurückkehren oder divergierende Erinnerungen uns die Brüchigkeit der Idee einer objektivierbaren Wirklichkeit vor Augen führen. Aber Film ist auch ein zentrales Medium für das kulturelle Gedächtnis. Das kulturelle Gedächtnis organisiert Erinnern und Vergessen und nur das, was medial zirkuliert, kann erinnert werden. Dabei ist Erinnerung aber sowohl im kollektiven als auch im individuellen kein reaktiver, unvermeidlicher, sondern vielmehr ein kreativer, schöpferischer Prozess. Historische Ereignisse werden also mitnichten einfach im Film repräsentiert und dann in dieser Form durch die mediale Fixierung im kulturellen Gedächtnis gespeichert. Vielmehr finden andauernde Deutungen, Verschiebungen und Auslassungen statt – immer vor dem Hintergrund der jeweiligen Gegenwart. Besonders in Filmen, die sich mit der Shoah auseinandersetzen, wird die Macht des Erinnerten, des Verdrängten oder des Erfundenen sichtbar. So wird ein erfahrenes Trauma, als eine spezifische Form der Erinnerung, die der Zeit enthoben ist, nicht selten zum Drehbuch für die eigene Biografie.

 

Die interdisziplinäre Tagung widmet sich diesem bewusst breit verstandenen Zusammenhang von Film und kulturellem Gedächtnis und beleuchtet ihn aus gedächtnistheoretischen und filmhistorischen Perspektiven anhand eines breiten Spektrums von Filmbeispielen.

 

Die Anmeldung zur Veranstaltung kann nach Erhalt der Einladung erfolgen.

Israelische Serien bei Netflix & Co.

 

10. – 12. Dezember 2021

Frankfurt am Main

 

Das Fernsehen als Apparat im Wohnzimmer mit einem
Programm, das man in einer Fernsehzeitung nachschlagen
kann, mag kurz vor dem Aus stehen, doch die Fernsehserie
als Erzählformat erlebt einen ungebrochenen
Boom. Unterhaltung und gesellschaftliche Selbstverständigung
in Serie. Es geht um die Risse in einer
Gesellschaft, die Konflikte über Generationen oder
Schichten hinweg, um kulturelle und religiöse Diversität
und natürlich um „sex, drugs and crime“. Mit dem
Unterschied, dass heute niemand mehr auf die nächste
Folge warten muss und dass die erzählten Geschichten
globalisiert sind. Und so kommen auch zunehmend
israelische Serien direkt oder indirekt auf unsere Bildschirme.
Die Serien sind verfügbar über Netflix und Amazon oder die Formate werden von anderen Ländern
gekauft und für den (inter-)nationalen Markt adaptiert.
Israelische Serien erfreuen sich auch im deutschsprachigen
Raum großer Beliebtheit. Aber wie verändert
sich das Bild von Israel in den „deutschen Wohnzimmern“,
wenn statt israelischem Arthouse Kino und ‚Eis
am Stiel‘, eine ganz andere Bandbreite israelischer
Lebensrealitäten sichtbar werden? Wer schaut die
Serien und was heißt das für ein jüdisches Publikum
in der Diaspora?
Neben diesen und weiterführenden Fragen wird genug Raum sein für Binge Watching Israel in Frankfurt.

117 JAHRE JÜDISCHER FILM

 

5. Dezember 2021

Studientag in Frankfurt am Main

 

 

Jüdische Geschichte und das Medium Film sind von Beginn an eng verbunden: So finden sich Themen und Konflikte jüdischer Lebenswelten von Anfang an auf der Leinwand wieder und jüdische Filmschaffende arbeiten in unterschiedlichen Bereichen der Filmbranche. Als Produzenten und Kinobesitzer bauten sie die Filmbrachen nicht nur in Deutschland, sondern in verschiedenen Ländern mit auf. Als Schauspielerinnen und Schauspieler, als Regisseurinnen und Autoren prägten sie die künstlerischen Prozesse in allen Bereichen. Neben den bekannten künstlerischen Positionen, die zuerst mit Filmen in Verbindung gebracht werden, waren auch Redakteure, Filmkritikerinnen, Cutter, oder Ausstatterinnen wichtig, auch wenn sie heute weitgehend vergessen sind.

 

Auf der Leinwand boten jüdische Themen einem deutschen Publikum die Möglichkeit eines Kontakts mit jüdischen Lebenswelten – vor dem Nationalsozialismus mit einer anderen Selbstverständlichkeit als danach, aber auch damals schon umkämpft. Nach 1945 war der medial vermittelte Kontakt für ein deutsches Publikum häufig die einzige Möglichkeit mit jüdischen Lebenswelten in Kontakt zu kommen. Die filmischen Bilder des Jüdischen wurden kaum begleitet von außerfilmischen Begegnungen mit lebenden Jüdinnen und Juden. Es verwundert kaum, dass die filmischen Darstellungen fast immer auch Fragen nach dem bundesdeutschen Selbstverständnis aufwarfen und untrennbar damit verbunden nach dem Verhältnis zur nationalsozialistischen Vergangenheit.

 

Verschiedene Kapitel dieser über hundertjährigen jüdischen Filmgeschichte wollen wir zum Gegenstand von Studientagen machen, die mit Filmscreenings, Vorträgen und Gesprächsformaten ein interessiertes Publikum zu einer intensiven Auseinandersetzung mit jüdischer Filmgeschichte einladen.

Die Studientage richten sich an Studierende aller Fachrichtungen, an ein filmhistorisch interessiertes Publikum ebenso wie an ein an jüdischen Lebenswelten interessiertes Publikum, aber auch an Akteur*innen aus der Bildungsarbeit. Zentrale Idee ist nicht nur die kanonisierten und bis heute gut zugänglichen Filme zu zeigen, sondern auch eher vergessene, aber nichtsdestotrotz bedeutsame Filme bei den Studientagen in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland - 117 Jahre jüdischer Film“ statt.

Leadership-Training für Frauen

Fortbildung für (Nachwuchs-)Führungskräfte Jüdischer Institutionen

 

14. – 15. Dezember 2021

Frankfurt am Main

 

Frauen in Führungspositionen stehen vor besonderen
Aufgaben der genderspezifischen Führungsanforderungen. Umso wichtiger ist es für weibliche Führungskräfte, die eigene Führungspersönlichkeit zu stärken, um authentisch, souverän und erfolgreich zu führen.
Eine gute, professionelle Führung ist entscheidend für
den Erfolg – gerade Jüdischen Institutionen.
Die Komplexität dieser Führungsarbeit ist sicherlich
ebenso stark ausgeprägt, wie in unternehmerisch
geführten Organisationen. Verschiedene Funktionen
innerhalb einer Institution, unterschiedliche Rahmenbedingungen sowie eine große Bandbreite von Motivationen und Intentionen bedeuten eine hohe Anforderung an die Führungskraft. Worauf müssen Frauen in Führungspositionen besonders achten? Gibt es einen spezifischen weiblichen Führungsstil? Was können Frauen aktiv und konstruktiv zur Gestaltung von Führungs-Räumen für Frauen beitragen?


In diesem Seminar werden den Teilnehmerinnen Kenntnisse vermittelt, um unterschiedlichste Situationen mit Mitarbeiter*innen, Vorständen und Mitgliedern professionell zu meistern. Die Fortbildung richtet sich an Frauen, die in Jüdischen Institutionen haupt- oder ehrenamtlich eine Führungsposition innehaben oder diese anstreben.

Projekt: WISSENSCHAFT ZUHAUSE / MADA BA-BAYIT

 

15. Dezember 2021

Online-Vortrag

 

Hebräisch und Jiddisch sind seit Jahrhunderten die wichtigsten Sprachen des aschkenasischen Judentums, wobei anfänglich das Hebräische die heilige Sprache und das Jiddische die Umgangssprache war. Die beiden Sprachen haben einander beeinflusst und tun es bis in die Gegenwart. Beide hatten und haben ihre eigene blühende Literatur. Als sich im 19. Jahrhundert die Frage nach der jüdischen Nationalsprache stellte, entstand zwischen den beiden Sprachen eine heftige Konfrontation. Am Ende wurde Hebräisch die Staatssprache Israels, während Jiddisch gegenwärtig von einer wachsenden Sprecherschaft als Alltagssprache gebraucht wird. In diesem Gespräch werden die Geschichte und die gegenseitige Beeinflussung der beiden Sprachen beleuchtet.

 

Im Gespräch: Prof. Dr. Viktor Golinets, Professor für Hebräische Sprachwissenschaft an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Prof. Dr. Roland Gruschka, Professor für Jüdische Literaturen an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, und Prof. Dr. Doron Kiesel, Wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

 

Der Livestream des Vortrags ist am 15. Dezember 2021 um 19:00 Uhr unter folgendem Link abrufbar:

 

www.zentralratderjuden.de/wissenschaft-zuhause

 

Anschließend können die Vorträge auf dem YouTubeKanal des Zentralrats der Juden in Deutschland angeschaut werden:

 

www.youtube.com/zentralratderjuden

Vergangene Veranstaltungen 2021

Wer träumt nicht davon – volle Synagogen, tägliche Veranstaltungen und noch mehr Jüdischkeit in den Häusern der Gemeindemitglieder seiner Stadt? Doch dann kam die Corona-Pandemie: Synagogen dürfen nur unter strengen Vorschriften öffnen, Veranstaltungen sind so gut wie unmöglich und der Kontakt zu den Gemeindemitgliedern wurde schwerer als je zuvor – doch ist das wirklich so? In jeder Krise steckt eine Chance. Und die Chance der Corona-Krise sind Online-Formate! Volle Zoom-Konferenzen, tägliche Social-Media-Events und jedes Gemeindemitglied ist theoretisch mit einem Laptop, Tablet oder Handy erreichbar. Doch wie kann man sie tatsächlich erreichen? Wie schafft man, sich außerhalb der Synagoge für religiöse Themen Gehör zu verschaffen und wie kann man, auch nach der Pandemie, die vielen Vorteile von Social Media nutzen, um noch attraktiver und aktiver für die eigenen Mitglieder zu werden? Das und vieles mehr zeigen wir Ihnen in diesem Online-Seminar.

am 23. März 2021, fanden in Israel Wahlen zur 24. Knesset statt. Wir möchten Sie aus diesem Anlass, zu einer Einschätzung und Bewertung der Wahlergebnisse einladen. Als Gesprächspartner konnten wir Prof. Dr. Natan Sznaider, Professor für Soziologie an dem Academic College of Tel-Aviv-Yaffo-School of Government and Society, gewinnen.

Natan Sznaider ist Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule von Tel Aviv. Er spezialisiert sich auf soziologische und politische Theorien, Globalisierung, Erinnerungskultur und Antisemitismus.

Das Gespräch kann auf dem YouTubeKanal des Zentralrats der Juden in Deutschland angeschaut werden:

https://www.youtube.com/watch?v=CwnpvZIqi_4

 

Jüdische Superheld:innen: Zwischen Popkultur und Identitätspolitik Was genau macht Magneto, Shadowcat und Thing zu jüdischen Heldinnen und Helden? Der Vortrag „Jüdische Superheld:innen“ fragt nach jüdischen Heldinnen und Helden aus Film, Fernsehserien und Comics – in manchen Fällen ist die jüdische Identität der Protagonistinnen und Protagonisten klar markiert, in anderen Fällen müssen wir dagegen genauer hinschauen.

 

Im Gespräch: Prof. Dr. Frederek Musall, Comic-Fan und stellvertretender Rektor für Jüdische Studien Heidelberg und Dipl. Päd. Sabena Donath, Leiterin der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden.

 

Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Zentralrats der Juden in Deutschland angeschaut werden:

 

www.youtube.com/watch

In den letzten Wochen erleben wir nicht nur den Raketenbeschuss der Hamas, sondern auch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Juden und Arabern innerhalb des Staates Israel. Der Vortrag lenkt daher den Blick auf die unterschiedlichen nichtjüdischen Minderheiten im jüdischen Nationalstaat: Wie steht es um ihre staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten? Wie positionieren sie sich zum zionistischen Projekt - und was ist ihr Beitrag zur Gestaltung der israelischen Gesellschaft? Ausgehend von einem historischen und demographischen Überblick diskutiert der Vortrag die verschiedenen nichtjüdischen Minderheiten im Staat Israel (israelische Araber, Drusen, Aramäer, ausländische Arbeitskräfte...) und analysiert ihre rechtliche und politische Situation im Spannungsverhältnis zwischen Marginalisierung und Israelisierung.

Im Gespräch: Prof. Dr. Johannes Becke, Professur für Israel- und Nahoststudien an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und Prof. Dr. Doron Kiesel, wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Zentralrats der Juden in Deutschland angeschaut werden:

 

https://www.youtube.com/watch?v=mVxGZgqHtnM

In Deutschland werden 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland begangen. Ein Grund zum Feiern? Definitiv ein Anlass, um jüdische Geschichten sichtbarer zu machen. Aber wie? Mit der ersten jüdischen Late Night Show im deutschen Fernsehen wurde ein Versuch gemacht: „Freitag Nacht Jews“, produziert von Turbokultur für den WDR, will mehr sein, als ein weiteres Porträt junger jüdischer Menschen.

 

Der Schauspieler und Musiker Daniel Donskoy schlüpft für dieses Format nicht nur in die Rolle des Gastgebers, sondern auch des Kreativproduzenten. Er lädt junge Persönlichkeiten zum Schabbat-Dinner ein und diskutiert mit ihnen über Themen, die sie nicht nur als Jüdinnen und Juden beschäftigen, sondern auch als Teil der sogenannten Mehrheitsgesellschaft.

 

Die erste Staffel von „Freitag Nacht Jews“ ist abgedreht und wurde in der ARD Mediathek ausgestrahlt, ab dem 18. Juni folgt die lineare Fernsehausstrahlung im WDR. Doch in guter jüdischer Tradition muss der Diskurs immer weitergehen. Deshalb ist Daniel Donskoy nun zu Gast im Jüdischen Salon des Zentralrats. Sabena Donath spricht mit ihm über das Wagnis, sich nicht nur auf der künstlerischen Ebene einer solchen Thematik zu nähern, sondern auch auf einer sehr persönlichen. Was es bedeutet, Filter abzulegen, Selbstbestimmung auszuleben, das eigene Schaffen mit einer Prise Chuzpe zu versehen und was bleiben kann, als Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben nach 1700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland.

 

Das Gespräch kann auf dem YouTube-Kanal des Zentralrats der Juden in Deutschland angeschaut werden:

 

https://www.youtube.com/watch?v=XZSCpy-bneE&t=151s

Projekt: WISSENSCHAFT ZUHAUSE / MADA BA-BAYIT

 

20. Juli 2021

Online-Vortrag

Das Verhältnis von Yaaqov und Esaw in Gen 25-36 enthält den Stoff, „aus dem Geschichten sind“. Die auftretenden Motive sind vielseitig und realitätsnah: ein Bruderzwist, besonders bei Zwillingen, ungleich verteilte Zuwendung seitens der Eltern (in diesem Fall: Yaaqov von Rivqa, Yitzchaq von Esaw). Die Charaktere der beiden haben ebenso zeitlosen gesellschaftlichen Inhalt: Einerseits Yaaqov, der „feine“, schwächliche Mann, ein Muttersöhnchen, das sich „emanzipiert“, aber auch schlau ist und geschickt (ver)handelt, andererseits Esaw: der Jäger, die Verkörperung des Lebemannes, aber auch des groben Klotzes. Die beiden Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, und schon hier findet sich eine Form: eine deutliche Gegensätzlichkeit der Figuren. Diese Gegensätzlichkeit besteht im gesamten Verlauf der biblischen Erzählung bis Gen. 33, dem spannenden Augenblick, in dem sich die beiden Kontrahenten nach langer Zeit wieder sehen und: „Versöhnen“. Diese Versöhnung kann als „Happy End“ des Bruderzwistes verstanden werden, wie es auch so manchen Roman beendet, es kann aber auch der Ausgangspunkt für manch andere Spekulationen sein ...

Das Motiv des Bruderzwistes erscheint in vielen Werken, so auch in der neueren Literatur. In der älteren Literatur wurde Yaaqov in der Regel positiv dargestellt, schon deshalb, weil sich, wann immer es polemisch wurde, alle religiösen Gruppierungen mit Yaaqov identifizierten und die jeweils anderen zu Esaw erklärten.  Andererseits gab es auch schon im Mittelalter immer wieder sehr unkonventionelle Deutungen, die sich dezidiert von den religiösen Deutungen unterscheiden wollen.

Wir werden kurz mit der rabbinischen und mittelalterlichen Yaaqov-Esaw-Rezeption einsteigen und dann die neuere deutsche, deutsch-jüdische und israelische Literatur betrachten.

 

Im Gespräch: Prof. Dr. Hanna Liss, Professorin für Bibel und Jüdische Bibelauslegung an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, und Prof. Dr. Doron Kiesel, Wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

 

Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Zentralrats der Juden in Deutschland angeschaut werden:

 

https://www.youtube.com/watch?v=yOk0ZXdAxuE