Presseerklärung zum Antisemitismusvorwurf des Simon-Wiesenthal-Zentrums gegen den Regierenden Bürgermeister von Berlin



Foto: Simon Wiesenthal Center CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, hält die geplante Aufnahme des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, in die Antisemitismus-Liste des Simon-Wiesenthal-Zentrums für unangebracht.

Dazu erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

„Es ist grotesk, den Regierenden Bürgermeister von Berlin in eine Reihe mit dem ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und den schlimmsten Antisemiten der Welt zu stellen“.

Allerdings, so Dr. Josef Schuster, habe er in der Vergangenheit eine klare Absage des Regierenden Bürgermeisters an jegliche Form von Antisemitismus vermisst. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf das unerträgliche Wirken der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions).

„Der Zentralrat empfindet es als beschämend für die Stadt Berlin, dass der Regierende Bürgermeister es bislang nicht für nötig gehalten hat, sich klar und unmissverständlich gegen BDS-Aktivitäten zu stellen. Auch hat sich die jüdische Gemeinschaft ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Berliner Al-Quds-Marsch erhofft.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland wünscht sich von Michael Müller eine unmissverständliche Positionierung gegen die BDS-Bewegung und den Al-Quds-Tag. Die Amtskollegen des Regierenden Bürgermeisters in München und Frankfurt am Main haben in vorbildlicher Weise klare Kante gegen BDS gezeigt. Dies wünsche ich mir auch für die deutsche Hauptstadt“, so der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster.

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