Generationswechsel an der Spitze der Jüdischen Allgemeinen



Philipp Peyman Engel (40) wird neuer Chefredakteur der jüdischen Wochenzeitung

Die Jüdische Allgemeine leitet einen Generationswechsel mit Weitblick ein. Detlef David Kauschke, der im Dezember 65 Jahre wird, übergibt die redaktionelle Verantwortung zum Beginn des neuen jüdischen Jahres 5784, der auf den 15. September 2023 fällt, an den bisherigen Chef vom Dienst, Philipp Peyman Engel (40). Kauschke, der seit 2000 als Redakteur und seit 2011 als Chefredakteur des Blattes tätig ist, wird sich der strategischen Ausrichtung der Jüdischen Allgemeinen, der Weiterentwicklung der Medienmarke sowie der Planung und Entwicklung neuer journalistischer Projekte widmen.

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, der die Jüdische Allgemeine herausgibt, sagt: „Mit Philipp Peyman Engel haben wir einen erstklassigen Journalisten und exzellenten Blattmacher als neuen Chefredakteur gewinnen können. Engel ist ebenso meinungsstark wie debattenerprobt und hat durch zahlreiche in der Jüdischen Allgemeinen und anderen Leitmedien veröffentlichen Beiträgen ein unverwechselbares Profil entwickelt. Als Kind der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland ist Engel zudem tief verwurzelt in der Community - ohne dabei je den professionellen Blick von außen als journalistischer Beobachter zu verlieren. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute für seine neue Aufgabe. Ein großer Dank geht an David Kauschke. Es ist ein großes Glück und ein Gewinn, dass er der Jüdischen Allgemeinen als strategischer Kopf erhalten bleibt. In den vergangenen 12 Jahren als Chefredakteur hat Kauschke die Zeitung entscheidend geprägt und sie in einer sich wandelnden Medienwelt als jüdische Stimme etabliert. Dieser von ihm begleitete Generationenwechsel ist dem mehr als würdig.“

Zur Ernennung sagt Engel: "Gemeinsam mit Detlef David Kauschke und dem gesamten Team durfte ich als Chef vom Dienst in den letzten Jahren an der Erfolgsgeschichte der Jüdischen Allgemeinen teilhaben: vom Wachstum der Online- Reichweite um mehr als 100 Prozent über die Erhöhung der Wochenzeitungsauflage gegen den Medientrend bis hin zur Realisierung von zahlreichen Sonderbeilagen. An diese Erfolge wollen wir anknüpfen und neue journalistische Formate und Angebote entwickeln – sowohl Online als auch Print. Künftig wollen wir noch stärker unserem Auftrag nachkommen, jüdisches Leben sichtbar zu machen und die Stimme der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland zu sein: nah dran, selbstbewusst und unabhängig. Auf diese Aufgabe freue ich mich sehr, und ich bedanke mich für das Vertrauen.."

 

Zum Hintergrund:

Philipp Peyman Engel ist seit 2018 Chef vom Dienst bei der Jüdischen Allgemeinen. Zuvor leitete er ebendort mehrere Jahre lang das Feuilleton.

Die "Jüdische Allgemeine" wird vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegeben und knüpft an die 1837 gegründete "Allgemeine Zeitung des Judenthums" an. Die NS-Diktatur bedeutete für sämtliche jüdische Publikationen das Aus. Nach dem Holocaust wurde dann mit Genehmigung der britischen Militärregierung 1946 in Düsseldorf das "Jüdische Gemeindeblatt für die Nord- Rheinprovinz und Westfalen" gegründet, die Vorläuferzeitung der "Jüdischen Allgemeinen". Später erschien in Bonn die "Allgemeine Jüdische Wochenzeitung". Seit 2002 trägt sie den Titel "Jüdische Allgemeine".

Die Jüdische Allgemeine erscheint mit einer Druckauflage von 10.000 Exemplaren pro Woche. Bei Sonderausgaben wie zur Frankfurter Buchmesse liegt die Auflage deutlich höher. Einzelne Texte des Onlineangebotes werden mehr als 100.000-mal gelesen. Die Reichweite der sozialen Medien wächst stetig. Bei Twitter folgen inzwischen mehr als 38.000 Nutzerinnen und Nutzer, bei Facebook 34.000, bei Instagram sind es mehr als 14.000 Follower.

Berlin, 12. September 2023 / 26.Elul 5783

 

Weitere Artikel

Statement Dr. Schuster zum...

Die Ergebnisse des Verfassungsschutzberichtes sind ebenso alarmierend wie kaum überraschend

Statement zum Beschluss des Kuratoriums der TU...

Der Zentralrat der Juden in Deutschland äußert sich kritisch zum jüngsten Beschluss des Kuratoriums der TU Berlin.

Dr. Schuster zur Europawahl

Statement zum vorläufigen Ergebnis der Europawahl in Deutschland

Statement zur Senatssitzung der TU Berlin

Der Schritt von Prof. Rauch, nun ein Disziplinarverfahren gegen sich einzuleiten, ist der nächste Akt eines für die TU Berlin unwürdigen Vorgangs.