Zentralrat der Juden in Deutschland: „Das Ende des Mullah-Regimes liegt in unserem nationalen Interesse“
Der Zentralrat der Juden in Deutschland äußert sich zur aktuellen Lage rund um den Krieg zwischen den USA und Israel und dem Mullah-Regime in Teheran. Zur Bedeutung für Deutschland und die Jüdische Gemeinschaft äußert sich Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats:
„Die aktuelle Lage lässt sich durch ein Bild verdeutlichen: Stellen Sie sich vor, gewaltbereite Piraten versuchen immer wieder ihr Land zu überfallen. Um sich vor einem Überfall zu schützen, können Sie mit erheblichen Ressourcen immer wieder einzelne Piratenschiffe ausschalten – und während man ein Schiff erfolgreich beseitigt, stechen fünf in See. Das ist eine Symptombekämpfung ohne langfristige Wirkung. Besser wäre: Sie schließen den Heimathafen der Piraten mitsamt allen Schiffswerften und bekämpfen des Problem an der Wurzel, um der Piraterie erfolgreich und dauerhaft den Garaus zu machen.
Diese Chance bietet sich nun im Krieg gegen das Mullah-Regime im Iran, das seit vielen Jahren einer der wichtigsten Financiers und Architekten des globalen Terrors ist. Längst treiben die Agenten des iranischen Regimes und seiner Proxies auch hierzulande ihr Unwesen und die atomare Bedrohung, die von Teheran ausgeht, wuchs trotz der Erfolge im sogenannten Zwölftagekrieg im letzten Jahr mit jedem Tag.
Gelingt es, das Regime in die Knie zu zwingen, hätte das – von bedrohten Minderheiten und oppositionellen Exil-Iranern bis zu Angriffen auf unsere kritische Infrastruktur – unmittelbare Auswirkungen für die Sicherheit in ganz Deutschland. Weil der Iran auch hinter zahlreichen Angriffen auf Jüdische Gemeinden steckt, könnte die Jüdische Gemeinschaft zudem in einem Deutschland ohne iranische Terror-Agenten ihrem Ziel eines sichtbaren Lebens ohne Schutzschild endlich einen bedeutenden Schritt näherkommen.
Es liegt deshalb in unserem ureigenen nationalen Interesse, die USA und Israel im Kampf gegen dieses Terrorregime zu unterstützen. Nicht für andere, sondern für unsere offene Gesellschaft in Deutschland.“
Berlin, 2. März 2026 / 13. Adar 5786
