Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt das neue Gedenkstättenkonzept des Bundes
Der heutige Beschluss der Bundesregierung schreibt die „Konzeption des Bundes für die Gedenkstätten zur Aufarbeitung der NS-Terrorherrschaft und der SED-Diktatur“ fort, die das letzte Mal 2008 überarbeitet wurde und nun erneut eine umfangreiche Aktualisierung erfährt.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärt:
„Wir begrüßen die Fortschreibung des Gedenkstättenkonzepts des Bundes. Sie ist ein wichtiges und ein notwendiges Zeichen. Der klare Fokus auf die Verbrechen der NS-Diktatur und der Schwerpunkt auf den singulären Zivilisationsbruch der Schoa senden dabei angesichts der aktuellen Herausforderungen und der Bedrohung jüdischen Lebens durch den wieder aufkeimenden Antisemitismus das richtige Signal. Der Erhalt der historischen Orte, die Digitalisierung der Inhalte sowie der verstärkte Fokus auf Vermittlung sind allesamt Aktualisierungen des Konzepts, die der zunehmenden zeitlichen Ferne zur Schoa Rechnung tragen und einem Verblassen oder Verwischen der Erinnerung entgegenwirken können.“
Das Gedenkstättenkonzept des Bundes wurde erstmalig 1999 beschlossen und 2008 fortgeschrieben. In seiner neuen Form ist es ab sofort gültig.
Weitere Informationen unter: https://kulturstaatsminister.de/gedenkstaettenkonzeption
Berlin, 12. November 2025 / 21. Cheschwan 5786
