Konferenz „Diversität und Diskurs. Pädagogische Herausforderungen der israelischen Einwanderungsgesellschaft”
Der 75. Jahrestag der Staatsgründung Israels stellt ebenso wie die Gründung der Kinder- und Jugend-Aliyah vor 90 Jahren einen gebührenden Anlass dar, sich mit einem zentralen Aspekt der Geschichte des Staates zu befassen: den pädagogischen Konzepten und der Erziehungspraxis, die sowohl in der vorstaatlichen Epoche als auch nach der Staatsgründung das nationale Selbstverständnis prägten und bis heute beeinflussen.
War es das Ziel der Kinder- und Jugend-Aliyah möglichst viele Kinder und Jugendliche in der Zeit des Nationalsozialismus dadurch zu retten, dass sie in das britische Mandatsgebiet Palästina gebracht und auf die veränderten Lebensbedingungen vorbereitet wurden, sahen die pädagogischen Programme nach der Staatsgründung vor, die kulturellen, sozialen und politischen Voraussetzungen der Entwicklung eines jüdischen und demokratischen Nationalstaates voranzutreiben.
Die Beiträge der Konferenz, auf der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Israel mitwirken, haben das Ziel, die Bedeutung der pädagogischen Ansätze und ihre Umsetzung für die nationalstaatliche Entwicklung der israelischen Einwanderungsgesellschaft zu vermitteln und zu diskutieren.
