Schlussworte des Vorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, Küf Kaufmann
31. Januar 2018
Presseerklärung

Schlussworte des Vorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, Küf Kaufmann

Schlussworte des Vorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, Küf Kaufmann, bei der Rabbiner-Ordination, 9.10.2018, Berlin

Sperrfrist: 9.10.2018, 11.00 Uhr

Es gilt das gesprochene Wort!

 

Anrede,

ich freue mich, als Vertreter der jüdischen Gemeinden in Deutschland hier zu stehen und die Ehre zu haben, ein Abschlusswort zur heutigen Zeremonie zu halten.

Wir leben in einer nicht unbedingt einfachen Zeit. Der Antisemitismus in der Gesellschaft war, ist und wird leider bleiben. Aber wir Juden sind unheilbare Optimisten. Unser Glaube an G`tt und unsere Liebe zum Leben ist viel stärker als jeder bösartiger Schwur im Gehirn der bösartigen Menschen.

Unser Leben ist Auseinandersetzung, Auseinandersetzung in der Zukunft – frei von Fremdenfeindlichkeit, frei von menschenfeindlichen Ideologien. Aber darum muss man nicht nur kämpfen, man muss auch lernen. Es ist so einfach, man muss nur das richtige Buch zum Lernen nehmen. Und wir haben so ein Buch.        

Im nächsten Jahr wird das Rabbinerseminar zu Berlin sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Aber man hat es schon geschafft, 16-mal die Rabbiner-Urkunde an unsere Absolventen zu überreichen. Und praktisch alle Absolventen sind in Deutschland oder im deutschsprachigen Raum tätig. Es ist unglaublich wichtig, dass eine neue Generation der Rabbiner, ausgerüstet mit der Erfahrung und Weisheit der alten Generation, unsere Gemeinden mit ihrem jungen Geist und Tatendrang bereichert.  

Genauso wichtig ist, dass die Stimmen von den heute beurkundeten Kantoren in unseren Synagogen hell und mitreißend erklingen werden.  An dieser Stelle möchte ich meinen besonderen Dank an das Institut für Traditionelle Jüdische Liturgie und seinen Leiter Rabbiner Zsolt Balla und Ehrenrektor Prof. Josef Malovany richten.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Rabbiner Hildesheimer und Professor Hildesheimer, die Urenkel des ursprünglichen Gründers des Hildesheimerschen Rabbinerseminar. Der Name „Hildesheimer“ verdient großen Respekt und wir hoffen, dass unsere beiden Ehrengäste damit zufrieden sind, wie das geistige Erbe Ihrer Familie hier in Berlin fortgeführt wird.

 

Danke an die gesamte Leitung des Rabbinerseminars zu Berlin und seinen Programmdirektor Rabbiner Halpern und den Inspirator von dem Ganzen – Rabbiner Josh Spinner. Danke für die konstante und kreative Unterstützung vom Zentralrat der Juden in Deutschland und der Lauder Foundation.

Danke an G`tt, dass wir geschafft haben, was er ermöglicht hat.

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