„Mit eigener Stimme“: Ausstellung zu 75 Jahren Zentralrat der Juden in Deutschland wurde in Braunschweig eröffnet
24. Februar 2026
Presseerklärung

„Mit eigener Stimme“: Ausstellung zu 75 Jahren Zentralrat der Juden in Deutschland wurde in Braunschweig eröffnet

Germany, Braunschweig, 2026/02/22 Eröffnung der Ausstellung "Mit eigener Stimme" – 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland, (Photo by Gregor Matthias Zielke)

Am Sonntag, 22. Februar wurde in Braunschweig die Ausstellung „Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“ eröffnet. Die Ausstellung des städtischen Museums Braunschweig ist deutschlandweit die einzige ihrer Art. Sie beleuchtet das Wirken des Zentralrats der Juden seit seiner Gründung im Jahr 1950 und stellt jüdisches Leben in Deutschland in seiner Vielfalt und Vitalität dar.

Die Ausstellung verdeutlicht, wie der Zentralrat über die Jahre immer wieder als politischer Akteur in zentralen gesellschaftlichen Bereichen für die Formung und Verteidigung demokratischer Grundwerte eintrat und als Anwalt des Grundgesetzes handelte. Weit über die Wahrung jüdischer Interessen hinaus erweist sich der Zentralrat in diesem Sinne als ein Motor für die fortlaufende Demokratisierung und die Bewahrung der Demokratie in der Bundesrepublik.

Die Ausstellung entstand auf Initiative und unter Federführung des Städtischen Museums Braunschweig in enger Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Juden. Kooperationspartner und wichtigster Förderer ist die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Frankfurt am Main.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag um 15 Uhr im Staatstheater Braunschweig waren zahlreiche hochkarätige Gäste eingeladen. Vor Ort sprachen neben Dr. Josef Schuster, dem Präsidenten des Zentralrats, und Dr. Peter Joch, dem Direktor des Städtischen Museums unter anderem Dr. Thorsten Kornblum (Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig), Dr. Kai-Michael Sprenger (Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte) und Maria-Rosa Berghahn (Direktorin Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz).

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, erklärte in seiner Rede: „Die Ausstellung reduziert jüdisches Leben weder auf das Menschheitsverbrechen der Schoa und den heute leider erstarkenden Antisemitismus, noch stellt sie es als etwas Exotisches dar. Sondern sie beleuchtet jüdisches Leben in all seiner 

Vitalität und Vielfalt und betont eine Erkenntnis, die für das Wirken des Zentralrats seit jeher essentiell ist: der Zustand der jüdischen Gemeinschaft ist ein Seismograph für den Zustand unserer Demokratie. Deshalb ist der Zentralrat der Juden seit seiner Gründung ein so entschlossener Verfechter genau dieser Demokratie.“

Der Direktor des Städtischen Museums, Dr. Peter Joch, sagte bei der Eröffnung: „Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist weit mehr als eine Interessenvertretung der jüdischen Community. Seit seiner Gründung war er ein Anwalt des Grundgesetzes und kämpfte für eine gelebte Demokratie. Damit ist er zu einem prägenden Bestandteil der bundesrepublikanischen Identität geworden. Dieses verdienstvolle Wirken sichtbar zu machen, ist der Kern unserer Ausstellung.“

Die Ausstellung ist seit dem 24. Februar bis zum 20. September 2026 im Haus am Löwenwall (Städtisches Museum Braunschweig) zu sehen sein.

Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.

Berlin, 24. Februar 2026 / 7. Adar 5786

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