Berliner Wahlen 2026
Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, zu den Wahlen in Berlin:
„Im Wahlkampf ist die LINKE wiederholt mit antisemitischen Grenzüberschreitungen aufgefallen. Auf einer Bühne wurde zur Intifada und dem Tod israelischer Soldaten aufgerufen, im Publikum dazu gesungen und getanzt.
Dass eine Partei, auf deren Wahlkampfbühne offen der Tod von Menschen gefordert wurde, als Siegerin aus der Wahl hervorgeht, beunruhigt mich zutiefst. Bis heute gab es keine personellen oder politischen Konsequenzen. Beteuerungen der LINKE sind nichts anderes als Lippenbekenntnisse. In der Bekämpfung des Judenhasses, den diese Partei in ihren Reihen duldet und frei gewähren lässt, besitzt die LINKE keinerlei Glaubwürdigkeit mehr.
Ich appelliere an SPD und Grüne, dieser Partei nicht ins Rote Rathaus zu verhelfen. Vor der Wahl gezogene rote Linien nun leichtfertig zu überschreiten, wäre ein schwerer Fehler, mit dem der fortschreitenden Normalisierung des Judenhasses weiter Vorschub geleistet würde.“
