Gemeindebarometer 2024
28. November 2024
Presseerklärung

Gemeindebarometer 2024

Zusammenhalt durch Identifikation
Gemeindebarometer 2024

Der Zentralrat der Juden in Deutschland veröffentlicht – fünf Jahre nach der ersten Publikation – erneut ein Gemeindebarometer. Es wird eindrücklich klar, wie wichtig diese Form des Dialogs und des konstruktiven Feedbacks mit den Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft für den Zentralrat ist. Jüdinnen und Juden in Deutschland stehen ganz klar und ungebrochen zu ihrer jüdischen Identität. Sie fühlen sich ihrer Gemeinschaft verbunden.

Großen Einfluss auf dieses Stimmungsbild der Jüdinnen und Juden in Deutschland hatte der Hamas-Terror gegen Israel vom 7. Oktober 2023 sowie der anhaltende Krieg gegen den Terror im Nahen Osten. So fühlen sich 76 Prozent der Befragten seit dem 7. Oktober 2023 an ihrem Wohnort unsicherer als zuvor. Gleichzeitig bleibt die Gemeinde ein Ort der Geborgenheit für Jüdinnen und Juden in Deutschland – fast 90 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich in den Gemeinden sicher fühlen.

Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster sagt zum Gemeindebarometer 2024: „Wir sehen in den Ergebnissen des Gemeindebarometers eine wichtige Erkenntnis: Jüdinnen und Juden erfahren Zusammenhalt durch Identifikation. Die Bedeutung zu jüdischer Kultur und Religion schafft einen Raum der Gemeinsamkeit und Sicherheit; dazu zählt auch die Verbindung zum Staat Israel. Wir fühlen uns als Zentralrat in unserem Weg gestärkt, uns konsequent gegen die Dämonisierung Israels auf deutschen Straßen und das zunehmend negative Israel-Bild in der deutschen Öffentlichkeit einzusetzen: Es hat direkte Auswirkungen auf die Mitglieder unserer Gemeinden.“

Das Gemeindebarometer 2024 basiert auf einer Umfrage, die der Zentralrat der Juden nun beim unabhängigen Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) in Auftrag gegeben hat. Im Zeitraum vom 14. Dezember 2023 bis 31. März 2024 nahmen insgesamt 2.574 Befragte teil. Die Befragung richtete sich ausdrücklich nicht nur an Mitglieder, sondern auch an ehemalige Mitglieder jüdischer Gemeinden sowie Jüdinnen und Juden, die noch nie einer Gemeinde angehört haben.

Berlin, 28. November 2024 / 27. Cheschwan 5785

 

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