Konferenzen & Seminare

Kooperation mit der JSUD und ZWST

3. – 6. September 2020
Summit in Frankfurt am Main

Von 3. – 6. September 2020 veranstaltet die Bildungsabteilung
des Zentralrats in Kooperation mit der Zentralwohlfahrtsstelle
und der Jüdischen Studierendenunion
Deutschland das zweite „Jewish Women Empowerment
Summit“.
Die Veranstaltung für junge jüdische Frauen zwischen 18
und 35 findet nach dem großen Erfolg 2019 zum zweiten
Mal statt, aufgrund der Covid-19 Pandemie in einem
kleineren Format.
Sie bietet eine in Europa einzigartige Plattform für
Bildung, Vernetzung, Befähigung und gesellschaftlichen
Diskurs.
Thema des Jewish Women Empowerment Summit 2020
ist „Solidarität“.

 

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Facebook-Veranstaltung

Professioneller Umgang mit Interviews in Jüdischen
Gemeinden

28. – 29. Oktober 2020
Seminar in Berlin


Interview-Anfragen von Medien sind für viele Gemeinden
gleichermaßen Grund zur Freude, wie manchmal auch
eine Belastung. Wir möchten unsere Meinung kundtun,
doch manchmal entstehen daraus Schlagzeilen, die wir
nie gewollt haben.
Wie weit dürfen wir in ein Zeitungs-Interview eingreifen?
Wie spricht man am besten in eine Kamera? Im Seminar
werden Grundlagen für einen professionellen Umgang
mit Interviews vermittelt: von der Vorbereitung auf ein
Zeitungs-Interview bis zu dessen Autorisierung.
Daneben werden professionelle Medientrainer*innen
mit den Seminarteilnehmern*innen Auftritte vor der
Kamera und Hörfunk- oder Fernsehgerechtes Sprechen
üben.
Das Seminar richtet sich an Vorstände und Geschäftsführer*
innen sowie Presseverantwortliche Jüdischer
Gemeinden.

 

Leadership-Training für Frauen

3. – 4. November 2020
Fortbildung für (Nachwuchs-)Führungskräfte Jüdischer
Institutionen in Frankfurt am Main

Frauen in Führungspositionen stehen vor besonderen
Aufgaben der genderspezifischen Führungsanforderungen.
Umso wichtiger ist es für weibliche Führungskräfte,
die eigene Führungspersönlichkeit zu stärken,
um authentisch, souverän und erfolgreich zu führen.
Eine gute, professionelle Führung ist entscheidend für
den Erfolg – gerade Jüdischen Institutionen.
Die Komplexität dieser Führungsarbeit ist sicherlich
ebenso stark ausgeprägt, wie in unternehmerisch
geführten Organisationen. Verschiedene Funktionen
innerhalb einer Institution, unterschiedliche Rahmenbedingungen
sowie eine große Bandbreite von Motivationen
und Intentionen bedeuten eine hohe Anforderung
an die Führungskraft.Worauf müssen Frauen in Führungspositionen besonders
achten? Gibt es einen spezifischen weiblichen Führungsstil?
Was können Frauen aktiv und konstruktiv zur
Gestaltung von Führungs-Räumen für Frauen beitragen?
In diesem Seminar werden den Teilnehmerinnen Kenntnisse
vermittelt, um unterschiedlichste Situationen mit
Mitarbeiter*innen, Vorständen und Mitgliedern professionell
zu meistern. Die Fortbildung richtet sich an Frauen,
die in Jüdischen Institutionen haupt- oder ehrenamtlich
eine Führungsposition innehaben oder diese
anstreben.

Traditionen des Gebens, Schenkens und Stiftens in
Religion und Gesellschaft.

4. – 6. November 2020
Fachtagung in Frankfurt am Main
 

Das Geben und Stiften ist in Religion und Gesellschaft
von zentraler Bedeutung. Von der biblischen Stiftshütte
über vielfältige Stiftungsaktivitäten bis hin zum Kiddusch
zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch das jüdische
Selbstverständnis. Notwendige Arbeit der jüdischen
Community, aber auch der Gesellschaft insgesamt wären
gar nicht möglich und denkbar ohne das großzügige
Spenden und Stiften von Einzelpersonen. Dies gilt für
caritative Anliegen, Museen und Konzerthäuser, Umweltthemen
sowie politische Zwecke. Das Geben und Stiften
erfährt gegenwärtig einen regelrechten Boom.
Die Tagung möchte Impulse aufnehmen aus den anhaltenden
Debatten um die Gabe-Theorie, die Stiftungsinitiativen
und das Fundraising insgesamt. Ist das Geben
eine anthropologische Konstante? Welche Personen
geben und stiften eigentlich? Welche Gesellschaftsauffassungen
verbinden sich mit dem Geben, Schenken und Stiften? Welche sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse
haben wir über die Gabe? Und welche spezifische
Prägung bringt das Judentum in diese Diskussion ein?
Auf dieser Tagung möchten wir religiösen, historischen,
kulturanthropologischen und gesellschaftswissenschaftlichen
Zugängen zur Gabe-Thematik nachgehen. Und wir
möchten theoretische Einsichten mit einer stetig wachsenden
Praxis in Beziehung setzen. In diesem Sinne richtet
sich die Tagung an Gabe-Theoretiker*innen, Praktiker*innen
aus den Bereichen Fundraising, Stiftungswesen und
Philanthropie. Und an alle, die an einem Austausch zum
Geben, Schenken oder Stiften interessiert sind.

 

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Geistes- und kulturgeschichtliche Perspektiven vom
Mittelalter bis zur Gegenwart

29.November. – 01. Dezember 2020
Konferenz in Frankfurt am Main

Die Stadt Frankfurt nimmt in der deutsch-jüdischen
Geschichte einen einzigartigen Platz ein. In Frankfurt
bestand lange Zeit die größte jüdische Gemeinde
Deutschlands, und bis 1933 war die Stadt eines der
wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Deutschland
und in Europa. Ihre Geschichte wurde wie die wohl
keiner anderen Stadt in Deutschland geprägt durch ihre
jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die einen wesentlichen
Anteil daran hatten, dass Frankfurt zu einer der
bedeutendsten kulturellen und wirtschaftlichen Metropolen
Deutschlands wurde. Frankfurt war aber auch
die erste Stadt in Deutschland, die Juden zwang, in
einem Ghetto zu leben, und eine der letzten, die diesen
Zwang aufhob. Von den etwa 30.000 Juden, die 1933 in
Frankfurt lebten, haben nur etwas mehr als 100 den
Nationalsozialismus in der Stadt überlebt. Tausende
wurden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern
ermordet, viele weitere mussten fliehen. Trotzdem hat
sich die Frankfurter jüdische Gemeinde nach schwierigen
Anfängen nach 1945 heute wieder zu einer der
größten und lebendigsten in Deutschland entwickelt.
Die Konferenz widmet sich der Geschichte der Juden
in Frankfurt als herausragendes Beispiel und als zentraler
Ort für die deutsche und die hessische jüdische
Geschichte, für deren kulturelle, soziale und religiöse
Entwicklung und für die Beziehungen zwischen Juden
und Nichtjuden. Sie untersucht, wie sich Frankfurt zu
einer so bedeutenden jüdischen Stadt entwickelt hat,
aber auch wie es zu einem Ort der Ausgrenzung und
Verfolgung wurde, und sie diskutiert das Verhältnis der
Frankfurter jüdischen Gemeinden zur Stadt Frankfurt
und zu deren jüdischen und nichtjüdischen Bewohnern.
Sie fragt außerdem nach der Rolle Frankfurts für die
jüdische Geschichte Hessens und nach der Bedeutung
der Stadt und ihrer jüdischen Gemeinden für die
Gemeinden und für die Juden in der Region und darüber
hinaus. Die Konferenz bringt dafür international
renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
zusammen und präsentiert die neuesten Erkenntnisse
der Forschung zur jüdischen Geistes- und Kulturgeschichte
Frankfurts.
 

Israelische Serien bei Netflix & Co

9. - 11. Dezember 2020
Konferenz in Frankfurt am Main

 

Das Fernsehen als Apparat im Wohnzimmer mit einem
Programm, das man in einer Fernsehzeitung nachschlagen
kann, mag kurz vor dem Aus stehen, doch die Fernsehserie
als Erzählformat erlebt einen ungebrochenen
Boom. Unterhaltung und gesellschaftliche Selbstverständigung
in Serie. Es geht um die Risse in einer
Gesellschaft, die Konflikte über Generationen oder
Schichten hinweg, um kulturelle und religiöse Diversität
und natürlich um „sex, drugs and crime“. Mit dem
Unterschied, dass heute niemand mehr auf die nächste
Folge warten muss und dass die erzählten Geschichten
globalisiert sind. Und so kommen auch zunehmend
israelische Serien direkt oder indirekt auf unsere Bildschirme.
Die Serien sind verfügbar über Netflix und Amazon oder die Formate werden von anderen Ländern
gekauft und für den (inter)nationalen Markt adaptiert.
Israelische Serien erfreuen sich auch im deutschsprachigen
Raum großer Beliebtheit. Aber wie verändert
sich das Bild von Israel in den „deutschen Wohnzimmern“,
wenn statt israelischem Arthouse Kino und ‚Eis
am Stiel‘, eine ganz andere Bandbreite israelischer
Lebensrealitäten sichtbar werden? Wer schaut die
Serien und was heißt das für ein jüdisches Publikum
in der Diaspora?
Neben diesen und weiterführenden Fragen wird genug
Raum sein für Binge Watching Israel in Frankfurt!