Das Fußballprojekt des Zentralrats der Juden in Deutschland
Fußball ist der größte gemeinsame Nenner in Deutschland. Er schafft Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg – aber nur dann, wenn niemand ausgeschlossen wird. Antisemitismus zerstört genau das, wofür Fußball steht.
Mit „Anstoß gegen Antisemitismus“ setzt der Zentralrat der Juden in Deutschland gemeinsam mit Fans, Spielerinnen und Spielern, Vereinen und Verbänden ein klares Zeichen: Jüdinnen und Juden sind Teil des Spiels – auf dem Platz, auf den Rängen, in den Vereinen. Ihre Perspektiven und ihre Geschichten gehören zum Fußball.
Das Projekt richtet sich an alle, die Fußball lieben und sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen wollen. Es macht sichtbar, was möglich ist, wenn Menschen im Dialog bleiben – und fördert den Austausch zwischen denen, die bereits wichtige Arbeit leisten.
Was wir tun
Antisemitismus im Fußball ist kein Randphänomen – aber er bleibt häufig unter dem Radar. Wir wollen für das Thema sensibilisieren, bestehende Akteure und Initiativen vernetzen und verstärken sowie Wissen über Herausforderungen, Bedarfe und gute Praxisansätze aufbauen und verbreiten. Dafür fördern wir den Fachaustauch zwischen relevanten Akteuren und machen erprobte Ansätze sichtbar. Denn der Kampf gegen Antisemitismus im Fußball braucht uns alle.
Jüdische Realitäten im Fußball
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen echte Geschichten. Jüdinnen und Juden sind aktiver Teil der deutschen Fußballszene – als Fans, Spielerinnen und Spieler, Schiris und Funktionäre. Ihre Erfahrungen, ihre Leidenschaft und ihr Engagement für das Spiel sind der Ausgangspunkt.
Wir rücken ganz bewusst auch die positiven Perspektiven in den Vordergrund, ohne negative Erfahrungen zu verschweigen. Denn: Zusammenhalt beginnt damit, zuzuhören und Sichtbarkeit für diejenigen zu schaffen, um die es geht.
Für wen ist „Anstoß gegen Antisemitismus“?
Das Projekt richtet sich an alle, die Verantwortung für das tragen, was auf dem Platz und auf den Rängen passiert:
- Fans und Fanstrukturen – die wissen, wie es sich anfühlt dazuzugehören, und für die Zusammenhalt kein leeres Wort ist
- Spielerinnen und Spieler – die eine Stimme haben und sie nutzen können
- Vereine und Verbände – die ein sicheres Umfeld nicht als Extra, sondern als Teil ihrer Vereinskultur verstehen
- Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter – die verantwortungsvoll mit Vorfällen umgehen wollen
- Presse und Medien – die Geschichten erzählen, die Fußball besser machen
- Sportpolitik und politische Entscheider – die das Thema auf die Agenda setzen und Rahmenbedingungen schaffen, unter denen Antisemitismus im Fußball konsequent bekämpft werden kann
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.




