Zentralrat der Juden würdigt Verdienste von Rolf Hochhuth



Zum Tod von Rolf Hochhuth drückt der Zentralrat der Juden in Deutschland sein tiefes Bedauern aus.

Mit Rolf Hochhuth verliert Deutschland nicht nur einen renommierten Dramatiker, sondern auch einen mutigen Tabubrecher. Sein Werk „Der Stellvertreter“ gehört längst zum Kanon der deutschen Literatur. Wie kein anderer hat Ralf Hochhuth die unrühmliche Rolle des Vatikans während des Nationalsozialismus beleuchtet und damit eine überfällige Debatte in Deutschland angestoßen. Ebenso mischte er sich engagiert in gesellschaftliche Debatten über die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ein.

Zu seinem Tod erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster: „So unverständlich es war, dass Rolf Hochhuth zwischenzeitlich mit dem Holocaust-Leugner David Irving sympathisierte, so bleiben seine Verdienste um die Auseinandersetzung mit der Verstrickung der gesellschaftlichen und kirchlichen Eliten in die Schoa ungeschmälert. Er sollte bis heute Schriftstellern als Vorbild dienen, um gesellschaftliche Missstände anzuprangern und sich für eine fortwährende Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit einzusetzen.“

 

Berlin,  14. Mai 2020 / 20. Ijar 5780

 

Weitere Artikel

Rosch Haschana 5781

In unseren Gemeinden ist seit Wochen alles vorbereitet worden: Wie organisieren wir die G’ttesdienste an Rosch Haschana und Jom Kippur unter...

70 Jahre Zentralrat Festakt

Feierliche Würdigung des 70-jährigen Bestehens des Zentralrats der Juden in Deutschland

Zentrale Festveranstaltung in 360 Grad

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Zentralrats der Juden in Deutschland wird es einen Festakt geben. Die Veranstaltung wird mit einer 360 Grad...

ZENTRALE FESTVERANSTALTUNG PRESSEMAPPE

In diesem Bereich finden Sie die Pressemappe zur Festveranstaltung