Wolfgang Nossen gestorben



Der frühere Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Wolfgang Nossen, ist am vergangenen Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben.

Der gebürtige Breslauer stand der Gemeinde von 1995 bis 2012 vor. In seiner Amtszeit stand für ihn die Integration der jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion im Zentrum. Daneben engagierte er sich aktiv gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Zu seinem Tod erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster: „Der Tod von Wolfgang Nossen reißt eine schmerzhafte Lücke. Er gehörte zu jener Generation, die in der Schoa unendlich gelitten hat und dennoch nach dem Krieg mit unbeugsamem Willen zum Neubeginn des jüdischen Lebens beigetragen hat. Der Wiederaufbau der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen ist maßgeblich ihm zu verdanken. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

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