Statement des zur Übergabe der Rabbinerausbildung an die Jüdische Gemeinde zu Berlin



Statement des Zentralrats der Juden zur Übergabe der Rabbinerausbildung in Potsdam an die Jüdische Gemeinde zu Berlin durch die Leo-Baeck-Foundation

„Die Übertragung der GmbH-Anteile des Abraham-Geiger-Kollegs und des Zacharias-Frankel-Colleges durch Walter Homolka an die Jüdische Gemeinde zu Berlin erfolgte ohne Rücksprache mit den Studierenden, Beschäftigten oder den Zuwendungsgebern. Auch die an der Universität Potsdam angesiedelte School of Jewish Theology war offenbar nicht eingebunden; genauso wenig wie die Leitung des konservativen Frankel-Colleges. Wir sind erstaunt über diesen Deal, der uns keinen Schritt dabei weiterbringt, die liberale und konservative Rabbinerausbildung für die Zukunft zu sichern. Ob die Rabbinerausbildung in Potsdam unter diesen Umständen überhaupt vom Zentralrat weiter gefördert werden kann, wird rechtlich zu prüfen sein. Die nun gegebene Trägerstruktur ist in jedem Fall ungeeignet und nur ein weiterer Akt des von Walter Homolka und seiner Gefolgschaft inszeniertem Trauerspiels. Die Situation ändert nichts daran, dass sich die Stakeholder eine neue Struktur für die Rabbinerausbildung in Potsdam überlegen müssen. Eine trag- und förderfähige Struktur für die liberale und konservative Rabbinerausbildung in Potsdam wird derzeit von Herrn Prof. Gerhard Robbers entwickelt und im Folgenden mit den Zuwendungsgebern, den Studierenden und Beschäftigten beraten.“

 

Aktualisierung 13.1.2023

Nach Veröffentlichung des Statements ist es zu einem Telefongespräch zwischen dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Herrn Dr. Joffe, und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Herrn Dr. Schuster, gekommen. Herr Dr. Joffe hat darin seine Sicht der Dinge erklärt. Herr Dr. Schuster hat ihm zugesagt, nach Veröffentlichung des Gutachtens von Prof. Robbers zu einem Gespräch zusammenzukommen. Für den Zentralrat der Juden in Deutschland ändert dies nichts an der Grundaussage des Statements.

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