Pressemitteilung 25.06.2018



Zentralrat der Juden fordert mehr Personal für Antisemitismusbeauftragten

Foto: Robert Poticha

Zur Debatte über die mangelnde personelle Ausstattung für das Amt des Beauftragten für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:
 

„Die Einrichtung des Amtes eines Antisemitismusbeauftragten war ein wichtiger Schritt, den die jüdische Gemeinschaft sehr zu schätzen weiß. Damit der neue Beauftragte seine Tätigkeit wirksam ausüben kann, braucht er jedoch eine bessere personelle Ausstattung als bislang. Wir sind zuversichtlich, dass dies in den laufenden Haushaltsberatungen umgesetzt wird.

 

Antisemitismus erleben wir in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen und auf vielen Ebenen. Juden sind in Deutschland in ihrem Alltag regelmäßig Antisemitismus ausgesetzt. Das sollte nicht nur innerhalb unserer jüdischen Gemeinschaft Sorge hervorrufen, sondern in der gesamten Gesellschaft. Antisemitismus wirksam zu bekämpfen, ist ein Dienst an der Demokratie. Der neue Beauftragte kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Er braucht aber auch den notwendigen Rückhalt durch die Bundesregierung.“

 

Berlin, 25. Juni 2018 / 12. Tamus 5778

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