Pressemitteilung 15.05.18



Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt, dass die CDU heute die Themen jüdisches Leben und Antisemitismus in den Mittelpunkt ihrer Gremienberatungen gestellt sowie den neuen Beauftragten für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus zu Gast hatte. 

Die vom Beauftragten Dr. Felix Klein angesprochene jüdische Militärseelsorge ist ein wichtiges Anliegen der jüdischen Gemeinschaft. Zur Stärkung der Inneren Führung und Demokratieausbildung der Soldaten sollten auch die Tradition und Kultur des Judentums Thema in der Bundeswehr werden. Militärrabbiner, die als Seelsorger für jüdische Soldaten fungieren, könnten darüber hinaus auch in der Ausbildung der Soldaten jüdische Ethik und Werte vermitteln. 

 

Die beschlossene Gründung eines „Jüdischen Forums“ in CDU und CSU sowie die Aktionswoche „Von Schabbat zu Schabbat – Gemeinsam gegen Antisemitismus“ sind ebenfalls zu begrüßen. Mit dem „Jüdischen Forum“ wird eine neue Möglichkeit der Vernetzung geboten. Ein „Jüdisches Forum“ in den Unionsparteien kann kontinuierlich und mit viel Knowhow an den Themen arbeiten, die die jüdische Gemeinschaft betreffen. Auch im Kampf gegen Antisemitismus ist dies ein wichtiger Schritt. 

 

Zu den Beschlüssen erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster: „CDU und CSU haben deutliche Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland gesetzt. Es ist dringend notwendig, dem immer stärker in der Gesellschaft verbreiteten Antisemitismus etwas entgegenzusetzen. Die Aktionswoche sollte für alle Ansporn sein, weitere Schritte für das jüdische Leben in Deutschland und gegen Antisemitismus zu unternehmen. Die Bundesregierung und die Landesregierungen müssen politische Maßnahmen ergreifen, um gegen Antisemitismus nachhaltig vorzugehen. Vor allem in den Schulen und in der Integrationspolitik haben wir auf diesem Gebiet Nachholbedarf.“ 

 

Berlin, 14. Mai 2018 / 29. Ijar 5778