Presseerklärung zum Leo-Baeck-Preis 2019



Leo-Baeck-Preis 2019 an Mathias Döpfner verliehen

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, ist am Donnerstagabend in Berlin mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland ausgezeichnet worden. Damit würdigte der Zentralrat der Juden das außerordentliche Engagement Herrn Döpfners für die jüdische Gemeinschaft und für Israel.

Bei der feierlichen Preisverleihung mit 250 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster in seiner Begrüßungsansprache:

„Quasi durch die Hintertür hat sich mittlerweile in unsere Gesellschaft eine Haltung eingeschlichen, mit der alte antisemitische Vorurteile gepflegt werden können, ohne sie so benennen zu müssen. Sie werden einfach mit dem Deckmäntelchen namens Israel-Kritik kaschiert. Ich bin mir nicht sicher, ob sich Journalisten immer dessen bewusst sind, was sie mit einseitiger Berichterstattung über Israel auslösen können. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Und wir müssen aufpassen, dass daraus kein Flächenbrand wird, der unsere Demokratie insgesamt in Brand setzt.“

Dr. Döpfner widersetze sich jedoch diesem Trend und zeichne sich durch eine verantwortungsvolle und engagierte Haltung für die jüdische Gemeinschaft und Israel aus, ergänzte Dr. Schuster.

In seiner Dankesrede betonte Mathias Döpfner:

„Wenn Deutschland es nicht schafft, ein glaubwürdiger Vorreiter im erfolgreichen Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus zu sein, haben wir die zweite Chance, die die Geschichte uns zu gewähren scheint, nicht genutzt. Deutschland kann nur zu sich selbst kommen, wenn es sich zu seinen jüdischen Wurzeln bekennt. Leo Baeck hat gesagt: ,Die Geschichte des deutschen Judentums ist definitiv zu Ende.‘ Wir sollten alles daransetzen, dass in diesem einen Punkt der große Leo Baeck Unrecht behält.“

Die Laudatio hielt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder: „Wie Axel Springer ist Mathias Döpfner ein Mann, der für Mut und Anstand steht und all die noblen Eigenschaften repräsentiert, die man mit Deutschland verbindet.“

Mit dem Leo-Baeck-Preis, der an den Rabbiner Leo Baeck erinnert, ehrt der Zentralrat der Juden seit 1957 Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. 2018 erhielt der ehemalige Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert den Preis.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage:

www.zentralratderjuden.de/pressemappe-lbp

Berlin, 16. Mai 2019 / 11. Ijar 5779

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