Gemeinsame Presseerklärung zum Schreibwettbewerb zum jüdischen Leben



"L’Chaim: Schreib zum jüdischen Leben in Deutschland!“ Vier Initiatoren loben bundesweiten Schreibwettbewerb aus

Berlin, den 17.03.2022. Kulturstaatsministerin Claudia Roth, der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster sowie Olaf Zimmermann als Sprecher der Initiative kulturelle Integration haben heute einen bundesweiten Schreibwettbewerb mit dem Titel „L’Chaim: Schreib zum jüdischen Leben in Deutschland!“ ausgelobt. 

 

Im dritten Jahr nach dem antisemitischen Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019 fordern die Initiatoren alle in Deutschland lebenden Menschen auf, sich mit einem fiktionalen oder nicht-fiktionalen Text zum jüdischen Leben in Deutschland – zu Erfahrungen und Lebensgewohnheiten, zu Eindrücken, zu Anlässen und Begegnungen, ob alltäglich oder besonders –, zur Vielfalt jüdischen Lebens in unserer Mitte zu beteiligen. 

 

Der Schreibwettbewerb beginnt heute und endet am 7. Juni 2022. Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 12.500 Euro zur Verfügung, der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die feierliche Prämierung findet am 6. Oktober 2022 in Berlin statt.

 

Von den eingereichten Beiträgen werden zehn von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Der Jury gehören an: Christian Berkel, Lena Falkenhagen, Jo Frank, Lena Gorelik, Dr. Felix Klein, Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Dr. Josef Schuster, Prof. Dr. Mirjam Wenzel und Olaf Zimmermann. 

 

Nach dem Fotowettbewerb „Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland“ (2020) und dem Thementag „Medienbild im Wandel: Jüdinnen und Juden in Deutschland“ (2021) stellt der Schreibwettbewerb die dritte Aktion der Kooperationspartner dar. 

 

Kulturstaatsministerin Claudia Roth sagte: „Das lebendige und vielfältige jüdische Leben literarisch auszuloten, es sichtbarer und erlebbarer zu machen – dazu kann dieser Schreibwettbewerb einen wichtigen Beitrag leisten. Geschichte und Geschichten können Einblicke geben, berühren, zum Nachdenken anregen, inspirieren und viel bewegen. Schon jetzt freue ich mich auf die Lektüre der Einsendungen.“

 

Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus,bekräftigte: „Durch das Schreiben gelingt es, Gedanken festzuhalten und für Andere sichtbar zu machen. Und genau darum soll es gehen in unserem Wettbewerb. Egal, ob der Text lang oder kurz, gereimt, blumig, mahnend oder sachlich ist – was zählt, ist die ganz individuelle Auseinandersetzung mit jüdischem Leben. Nur zu, lassen Sie Ihren Worten freien Lauf!“

 

 

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, betonte: „Geschichten, Schriftauslegung und Witze gehören zum Judentum wie Kippa und koscheres Essen. Der Schreibwettbewerb bietet eine wunderbare Gelegenheit, die zahlreichen Facetten des jüdischen Lebens in Deutschland abzubilden. Neben der Geschichte bieten das moderne jüdische Leben sowie die aktuelle Situation eine Fülle an Themen, heiterer und ernster Natur. Juden und Nicht-Juden sollten zur Feder greifen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.“

 

Olaf Zimmermann, Sprecher der Initiative kulturelle Integration, sagte: „Gerade jetzt, gerade heute, ist es notwendig ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus und für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Vielfalt zu setzen. Unser Schreibwettbewerb ‚L’Chaim: Schreib zum jüdischen Leben in Deutschland!‘ will ein solches Zeichen setzen. Machen Sie mit, schreiben Sie, dichten Sie. Ich bin sehr gespannt auf die Texte.“

 

Infos zum Wettbewerb
 

  • Zeitraum: 17.03. bis 07.06.2022
  • Preise: 1. Preis: 5.000 €, 2. Preis: 3.000 €, 3. Preis: 1.000 €, 4. bis 10. Preis: je 500 €
  • Auswahl durch unabhängige Jury
  • Prämierung: 06.10.2022 in Berlin

 

Weitere Artikel

Presseerklärung zur Fachtagung zu Antisemitismus...

Schule: Eintreten gegen Antisemitismus integraler Bildungsauftrag

Presseerklärung zu Antisemitismus auf der...

Documenta muss Konsequenzen aus Antisemitismus ziehen

Presseerklärung zum BGH-Urteil zur Wittenberger...

Zum BGH-Urteil zur Wittenberger Schmähplastik: Kirchengemeinde sollte Mahnmal überarbeiten

Presseerklärung zur Jewrovision 2022

Frankfurt/M. gewinnt die Jewrovision 2022 in Berlin